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Die Geschichte des Harnwegskatheters

Ein Harnwegskatheter ist aus PVC, Latex oder Silikon. Heute. Im 18ten Jahrhundert verwendete man z. B. mit Gummi beschichtete Seide. Im 8ten Jahrhundert gab es schon Katheter aus Silber und bereits vor 2.000 Jahren gab es Katheter aus Bronzen. Davor verwendete man auch Kupfer und andere Metalle inkl. Blei sowie aufgerollte Blätter und Strohhalme.

Bei einer neurogenen Blasenfunktionsstörung, die bei einer Querschnittlähmung sehr häufig auftritt, ist ein Ausscheiden oft nur mit Hilfsmitteln möglich. Zu den ableitenden Kontinenzhilfsmitteln zählen neben der suprapubischen Blasenfistel, das Kondom-Urinal (externer Katheter), der Einmal-Katheter (intermittierender Katheterismus) und der Dauerkatheter.
 

Ein tiefer Blick in die Geschichte

Das Wort „Katheter“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet „hinablassen oder herabwerfen“. Bereits seit 3.500 Jahren werden Katheter eingesetzt, um schmerzhaften Harnverhalt zu lindern. Die Materialien, die in der Vergangenheit eingesetzt wurden, waren vielfältig, verwendet wurde z. B. Stroh, aufgerollte Palmblätter, Zwiebelblattspitzen sowie Gold, Silber, Kupfer, Messing und Blei. Zu den ältesten bekannten Blasenkathetern zählen S-förmige, bronzene Funde, die in Pompeji gefunden wurden.

Im 8. Jahrhundert wurden in Arabien erste formbare Katheter entwickelt, die leichter einzuführen waren. Mit der Zeit etablierte sich Silber als Basis für Katheter, da es in jede gewünschte Form gebogen werden konnte und dem Silber eine antiseptische Funktion zugeschrieben wurde. Beispiele hierfür sind spiralförmige, mit Pergament überzogene Silberkatheter von Cornelius van Solingen (1684), oder die von Jacques de Garengeot entwickelte Silberröhre mit ausgeprägter Kurve und feiner Einführhilfe mit kleiner abgerundeter Spitze (1731).

Mitte der 1750er verwendeten die Ärzte Johann Theden und sein französischer Kollege Bernard unabhängig voneinander eine Naturkautschuk-Gummibeschichtung aus Seide, die eng um ein Messingröhrchen gewickelt und mit Lack versehen war. Der Lack riss jedoch bald ein, es gab keine Methode für eine zuverlässige Haftung und die Katheter verstopften schnell durch Verkrustungen.
 

Der flexible Harnkatheter

Im späten 18. Jahrhundert entwickelte der amerikanische Erfinder, Wissenschaftler und Gründervater Benjamin Franklin zusammen mit dem ortsansässigen Silberschmid einen dünnen, flexiblen Katheter. Anlass war das tägliche Leid von Franklins Bruder John, der unter unerträglichen Schmerzen regelmäßig Nierensteine ausschied, unter Harnverhalt litt und bei der Blasenleerung ungeeignetes Material verwendete. Franklins Katheter-Modell, das leichter einzuführen und hygienischer war, wurde aus Silber gefertigt, mit einem Loch auf jeder Seite des Röhrchens, das die Urinabgabe wesentlich erleichtert. Neben diesen dringend notwendigen Änderungen gestaltete er den Katheter auch so, dass er sehr viel kleiner im Durchmesser war, was das Risiko auf Schädigungen der Harnröhrenschleimhaut und auf Entstehung von Harnwegsinfektionen verringerte. Später hatte Franklin selbst Nierensteine und nutzte seine eigene Erfindung.

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