3 Vorteile von ISK gegenüber dem Dauerkatheter – aus pflegerischer Sicht
Im Pflegealltag stehen Pflegekräfte oft vor der Aufgabe, eine hygienische, sichere und gleichzeitig möglichst selbstständige Versorgung für jeden Patienten zu ermöglichen.
Gerade bei der Versorgung von Menschen mit Blasenentleerungsstörungen spielt eine vertrauensvolle Begleitung eine wichtige Rolle. Denn die Art der Versorgung kann Einfluss auf mögliche Folgeerkrankungen und das persönliche Wohlbefinden der Patienten haben.
Der intermittierende Selbstkatheterismus (ISK) gilt als Goldstandard der Blasenentleerung und bietet gegenüber einem Dauerkatheter wesentliche Vorteile.
Zu den Vorteilen zählen:
- Mehr Komfort im Alltag: Anders als beim Dauerkatheter verbleibt zwischen den Anwendungen kein medizinisches Hilfsmittel über mehrere Tage, Wochen oder Monate im Körper. Auch ein über diesen Zeitraum dauerhaft befestigter Urin-Auffangbeutel ist nicht erforderlich. Nach der Katheterisierung ist die Blase entleert und die Versorgung abgeschlossen – anschließend können alltägliche Aktivitäten sowie zwischenmenschliche und persönliche Momente ohne die Einschränkungen eines permanent getragenen Hilfsmittels unbeschwert fortgesetzt werden.
- Förderung der Selbstbestimmung: Viele Patienten können den ISK nach entsprechender Anleitung selbst durchführen. Dies stärkt die Selbstbestimmung, reduziert die Abhängigkeit von fremder Hilfe und erhöht dadurch das Wohlbefinden vieler Betroffener.
- Geringere körperliche Belastung: Da kein Katheter dauerhaft in der Blase liegt, können mögliche Folgeerkrankungen wie Harnwegsinfektionen, Reizungen, Inkrustierung oder Verletzungen durch die Bildung scharfkantiger Kristalle reduziert werden.
Kurz gesagt: Der intermittierende Selbstkatheterismus (ISK) gilt als Goldstandard der Blasenentleerung. Er fördert die Sicherheit, Selbstständigkeit und Lebensqualität der Patientinnen und Patienten im Alltag.
