Was bedeutet ISK?
ISK ist die Abkürzung für intermittierender Selbstkatheterismus. Dabei handelt es sich um eine etablierte Methode zur kontrollierten Blasenentleerung, die vor allem dann angewendet wird, wenn die Blase nicht mehr vollständig von allein entleert werden kann. Der ISK gilt als Goldstandard in der urologischen Versorgung und wird weltweit von Fachgesellschaften empfohlen.
Wie funktioniert ISK?
Beim intermittierenden Selbstkatheterismus wird in regelmäßigen Abständen (in der Regel 4–6 Mal pro Tag) ein Einmalkatheter über die Harnröhre in die Blase eingeführt, um den Urin kontrolliert abzulassen. Anschließend wird der Katheter wieder entfernt. Moderne ISK-Systeme sind so konzipiert, dass die Anwendung hygienisch, einfach und sicher erfolgt – sowohl für Einsteiger als auch für langjährige Anwender.
Für wen ist ISK geeignet?
Der ISK kommt in vielen Situationen zum Einsatz, zum Beispiel bei:
- neurogenen Blasenfunktionsstörungen, z. B. infolge von Querschnittlähmung, Multipler Sklerose oder Parkinson,
- Restharnproblemen oder chronischem Harnverhalt,
- erhöhtem Risiko für Harnwegsinfektionen oder Nierenschäden,
Vorteile des ISK
- Reduziert das Risiko von Infektionen: Im Vergleich zum Dauerkatheter ist die Infektionsrate beim ISK deutlich niedriger.
- Schützt die Nierenfunktion: Restharn wird vermieden, was das Risiko von Blasen- und Nierenschäden minimiert.
- Erhöht die Lebensqualität: Anwender können ihren Alltag flexibler gestalten.
- Sicher und bewährt: ISK wird seit Jahrzehnten erfolgreich in der medizinischen Praxis eingesetzt.
Fazit
Der intermittierende Selbstkatheterismus ist eine sichere, hygienische und patientenfreundliche Methode zur Blasenentleerung. Dank moderner Einmalkatheter ist die Anwendung heute einfacher denn je – sowohl für Anwender als auch für medizinisches Fachpersonal.